1-Euro-Jobs wenig erfolgreich
Wer hofft, durch einen 1-Euro-Job eine "richtige" Stelle zu bekommen, hofft meist vergebens.
Ein-Euro-Jobs verhelfen Arbeitslosen nur selten auf Dauer zu einer neuen Arbeit. Dies geht aus einer Studie der Bundesagentur für Arbeit (BA) über die Förderung von Arbeitslosengeld-Il-Empfängern hervor. Nur 15 Prozent der Ein-Euro-Jobber fanden nach Abschluss der Maßnahme einen regulären Arbeitsplatz.
Von allen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, welche die Hartz-Gesetze auf den Weg brachten, wies der Ein-Euro-Job nach der Untersuchung somit die schlechteste Eingliederungsquote auf. Die Bundesagentur verteidigte die beschäftigungsschaffenden Maßnahmen trotz dieser geringen Eingliederungsquoten. „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Zusatzjobs dienen in erster Linie dazu, Beschäftigungsfähigkeit herzustellen oder zu erhöhen", teilte die Behörde mit und interpretierte die aktuellen Zahlen nicht so negativ. Von den 530.848 Hartz-IV-Empfän-gern, die zwischen Mai 2005 und April 2006 eine Arbeitsgelegenheit (gemeint ist der Ein-Euro-Job) abschlössen, seien nach sechs Monaten 14,7 Prozent wieder in einem festen Job beschäftigt gewesen. „Insofern sind Eingliederungsquoten von fast 15 Prozent für diese Maßnahmen als Erfolg zu werten." Doppelt so hoch (29,8 Prozent) lag allerdings die Eingliederungsquote bei den Fortbildungsmaßnahmen. Am erfolgreichsten als Instrument der Arbeitsvermittlung erwiesen sich die Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellten. Von diesen knapp 50.000 Arbeitsplätzen blieben sechs Monate nach Ablauf der Subvention 69 Prozent erhalten. Ob diese Jobs damit aber tatsächlich auf Dauer eingerichtet wurden, ist nicht unbedingt klar - wären diese Mitarbeiter von den Arbeitgebern nach einem halben Jahr wieder gekündigt worden, hätten die Firmenchefs die Zuschüsse zurückzahlen müssen.
Quelle: Arbeitsmarkt Bildung / Kultur/ Sozialwesen 05-2007

