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Angeklagt: Henry Kissinger

Zwölf Jahre lang leitete der geistreiche, selbstsichere und mit allen diplomatischen Wassern gewaschene Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger die Geschicke der amerikanischen Außenpolitik. Doch inzwischen ist er zur Zielscheibe einer Kampagne geworden.

Dokumentation, Frankreich 2002, ARTE F, Erstausstrahlung
Von: Alex Gibney, Eugene Jarecki. 80 Min.

Der Journalist Christopher Hitchens fordert, Henry Kissinger als Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen. Gleichzeitig versucht eine Gruppe von Juristen, den Fall Kissinger vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Der Film erläutert die Vorwürfe Hitchens' gegen Kissinger anhand reichhaltigen Archivmaterials aus Vietnam, Kambodscha, Chile und Osttimor, das zum Teil spektakuläre neue Beweise für die Verantwortung eines Mannes für eine lange Reihe illegaler Machenschaften und Menschenrechtsverletzungen erbringt. Und der Film zeigt den geistreichen Kämpfer Kissinger - nach wie vor graue Eminenz der amerikanischen Außenpolitik -, wie er mit prominenten Gästen auf Galaempfängen scherzt und sich mit dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan über Moral unterhält.

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