Benutzerspezifische Werkzeuge
Navigation
Treffen

Mittwoch 20:00 Uhr

im Netzladen

Wolfstr. 10 (Hinterhaus)

Anmelden


Passwort vergessen?
 

Weniger Stellen bei großen Firmen in der Region

Telekom und Deutsche Post nehmen nach wie vor die Spitzenplätze in der Rangliste der 30 größten privaten Arbeitgeber in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ein (Generalanzeiger Bonn 10.8.05)

Bonn. Etwa jedes zweite Unternehmen der 30 größten privaten Arbeitgeber in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hat im vergangenen Jahr Stellen abgebaut. Die nach einer Umfrage des General-Anzeigers und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg erstellte Rangliste weist aber auch Lichtblicke auf.

 

So konnten immerhin sieben der befragten Arbeitgeber 2004 einen Zuwachs an Mitarbeitern verbuchen. Größter Arbeitgeber in der Region ist die Deutsche Telekom. Der Telekommunikationsriese beschäftigte 2004 nach eigenen Angaben 12 000 Menschen im Kammerbezirk. Deutschlandweit hat das Unternehmen 2 441 Stellen gestrichen, bundesweit arbeiten 170 837 Menschen für den Konzern.

 

Auf Platz zwei folgt wie 2003 die Deutsche Post mit 6 000 Beschäftigten im Kammerbezirk. Davon arbeiten 2 000 Menschen im Post-Tower, die restlichen Mitarbeiter sind auf die verschiedenen Standorte in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis verteilt. Deutschlandweit verbuchte das Unternehmen einen Zuwachs von 2 602 Mitarbeitern sowie weltweit von 3 163 Mitarbeitern. Zu den Gewinnern zählt das Logistikunternehmen TNT Express GmbH, das 2004 im Kammerbezirk 50 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr beschäftigte.

 

Zu den wichtigen Unternehmensstandorten in der Region gehören neben Bonn auch Troisdorf und Siegburg. Mit der HT Troplast AG (1 200 Mitarbeiter), der Reifenhäuser GmbH & Co.KG (780 Mitarbeiter) und den Mannstaedt-Werken (723 Mitarbeiter) sind in Troisdorf drei große Industriebetriebe angesiedelt. Die Siegwerk Druckfarben AG, die mit 900 Mitarbeitern auf Platz zehn rangiert, liefert von Siegburg aus in die ganze Welt. Auch die Dohle Handelsgruppe, mit 1 200 Beschäftigten achtgrößter Arbeitgeber in der Region, hat ihren Sitz in der Kreisstadt.

 

15 Unternehmen haben im Laufe des vergangenen Jahres Personal entlassen oder frei werdende Stellen nicht wieder besetzt. Darunter etwa die Mannstaedt Werke, die in Troisdorf mit 227 Mitarbeitern weniger als im Vorjahr auskommen mussten. Die Sparkasse Bonn, heute Sparkasse KölnBonn, hatte zum Jahresende 137 Beschäftigte weniger als 2003. Auch vor der Volksbank Bonn/Rhein-Sieg machte der allgemeine Trend nicht Halt: 2004 arbeiteten dort 87 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr.

 

Neben Telekom und Deutscher Post konnten vier weitere Unternehmen aus der Region ihre Mitarbeiterzahlen halten. So beschäftigte der Süßwarenhersteller Haribo 2004 im Kammerbezirk 1 350 Mitarbeiter. Auch die Dohle Handelsgruppe - Betreiberin der Hit-Märkte -, das Lülsdorfer Werk des Chemiekonzerns Degussa AG und die Firma GKN Walterscheid, die in Lohmar Gelenkwellen und Kupplungen für Landmaschinen produziert, meldeten gleichbleibende Zahlen.

 

Zu den größten Arbeitgebern in der Region zählen keineswegs nur privatwirtschaftliche Unternehmen. Auch sechs Jahre nach dem Regierungsumzug sind viele Bedienstete in Bundeseinrichtungen tätig. So beschäftigt der Bund nach Angaben der Stadt Bonn rund 21 000 Frauen und Männer in den verbliebenen Ministerien und Behörden und ist damit größter Arbeitgeber in der Region. Die Universität Bonn liegt mit 8 730 Mitarbeitern hinter der Telekom. Bei den Bonner Stadtwerken arbeiten 2 300 Frauen und Männer, die Deutschen Welle hat 1 051 Mitarbeiter.

 

Von Nadine Otto

 

Quelle: Generalanzeiger Bonn 10.08.2005

Artikelaktionen