Zeitarbeit: mehr denn je
Der Konjunkturaufschwung in 2006 hat zu einem neuen Boom in der Zeitarbeit geführt, meldete am 19.1.2007 der Bundesverband Zeitarbeit.
Dies ist das Ergebnis der im Januar publizierten Daten der
Bundesagentur für Arbeit. BZA-Präsident Volker Enkerts führt dieses Wachstum
auf den gestiegenen Bedarf der deutschen Wirtschaft nach Flexibilität zurück.
"Die Unternehmen haben aus den schwierigen Jahren 2001 bis 2003 lernen
müssen, ihre Strukturen flexibler zu gestalten, um im nationalen wie auch globalen
Wettbewerb bestehen zu können. Deshalb greifen sie heute noch intensiver auf
Zeitarbeit zurück als beim letzten Konjunkturaufschwung in den 90er
Jahren", so Enkerts. Derzeit könne der Bedarf in einigen Berufsfeldern,
insbesondere bei Ingenieuren und Facharbeitern, bereits nicht mehr befriedigt
werden. "Wir stellen jetzt die Tendenz fest, dass wieder zunehmend
Mitarbeiter von Einsatzbetrieben übernommen werden oder direkt von uns
Personal-Profis vermittelt werden sollen", stellt Enkerts fest.
Der Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
ist im Gesamtmarkt auf 2,3% und in der gewerblichen Zeitarbeit* auf knapp 2%
gestiegen, wobei sich hier auch der Rückgang der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten insgesamt auswirkt. Der Anteil an den Erwerbstätigen, der im
internationalen Vergleich herangezogen wird, ist hingegen in der gewerblichen
Zeitarbeit nur auf 1,1% gestiegen, da die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in den
vergangenen Jahren gestiegen ist.
Der Anteil der vormals Erwerbslosen bei den Neueinstellungen beträgt wie schon seit einigen Jahren knapp 70%. Dabei ist der Anteil der über ein Jahr Arbeitsuchenden zudem von 11,4% (Stichtag: 30.06.05) auf 14,2% gestiegen.
* Betriebszweck ausschließlich oder überwiegend Zeitarbeit
Quelle: Ots-Pressedienst.Bundesverband Zeitarbeit 19.1.2007

